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Sonntag, 1. Juli 2007

Doping, Sportsponsoring und Olympia 2014

Noch 3 Tage bis zur Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014. Werden es Wind- und Wetterspiele in Pyeongchang, Putin-Retorten-Spiele in Sochi oder echte Olympische Winterspiele in Salzburg - der einzige Austragungsort an dem schon morgen die Spiele beginnen könnten. Aber beim IOC gelten andere Regeln. Da werden schon mal Umschläge mit großen Geldscheinen unter der Hoteltür hindurch geschoben um eine Stimme zu kaufen, ähm, ein IOC Mitglied zu motivieren. Guatemala bietet als Ort der 119. IOC Session dafür ideale Voraussetzungen.

blickCOVER1Jedoch: Die Schatten der letzten olympischen Winterspiele liegen über Salzburgs Olympiabewerbung. Die Sportwelt titelte und fragte sich: "Wie gedopt ist Österreich?" Natürlich fragten das vor allem Nationen, die in Sachen Wintersport seit Jahren hinterher fahren: Schweiz, Deutschland und Frankreich.

Schweigen hilft nicht mehr: Der deutsche Radsport wird heute erneut von einem Doping-Beben erschüttert. Nur: Hier packen Athleten aus - so wie im SPIEGEL von morgen das umfassende Geständnis von Jörg Jaksche:
LINK: DER SPIEGEL

Was meinen eigentlich die Sponsoren: Negativer Imagetransfer auf ihre Marken wegen dem Fehlverhalten Einzelner? Ich wollte es genau wissen und fragte Dr. Stefan Tweraser, Leiter Marketing, Retail und Media, Telekom Austria - dem größten Werbetreibenden Österreichs:

M.Z.: Haben die Dopingfälle und Ereignisse von Turin Auswirkungen auf Ihr Sport-Sponsoring beim ÖSV?

BLICK-Sport-S-2Stefan Tweraser: "Nein! Unser langjähriges Sponsoring mit dem Österreichischen Skiverband bedeutet für uns besten Imagetransfer in all den Jahren der Kooperation. Attribute des Skirennsports wie Schnelligkeit und Dynamik verbindet man heute auch hochgradig mit der Marke aon – dem Internetanschluss von Telekom Austria. Die Sponsoring-Strategie ist bei diesem Engagement nachhaltig aufgegangen."

M.Z.: Wurde Ihrer Meinung nach seitens des ÖOC und des ÖSV rechtzeitig und ausreichend reagiert, um einen Imageschaden zu vermeiden?

tweraserTweraser: "Wir wollen diese Diskussion zwischen ÖOC und ÖSV nicht kommentieren. Die Medien haben dies ohnehin schon ausreichend getan. Nur so viel: Wir vertrauen auf die Kompetenz der Verantwortlichen im Österreichischen Skiverband, die Angelegenheit selbst zu regeln."

M.Z.: Wie kann ein negativer Imagetransfer nach den Vorfällen während Olympia in Turin und den internationalen Negativ-Schlagzeilen beim Sportsponsoring vermieden werden?

Tweraser: "Durch ein generelles Bekenntnis zu sauberem Sport aller Verantwortungsträger und durch entsprechende gesetzliche und organisatorische Rahmenbedingungen! Das ist unverzichtbar, schon im Interesse der Hinführung unserer Jugend zum Sport.

Es ist ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Die Dopingvorfälle – vor allem in Ausdauersportarten wie z.B. dem Radsport – haben viele Gründe. Nehmen Sie die Tour de France: Sie ist längst ein Medienspektakel par excellence. Das Fernsehen braucht für die Quoten „neue Helden“, der Tour-Direktor steht unter Zugzwang und muss unmenschliche Etappen planen und die Teams und ihre medizinischen Betreuer wissen, dass ihre Fahrer diese Strapazen nur mit Doping bewältigen bzw. nur mit Doping um Siege mitfahren können.

Jeder weiß wie es läuft und gibt sich dann in der Mediendiskussion entrüstet. Der Weg zu Sport ohne Doping führt nur über eine ehrliche Rückdimensionierung auf zumutbare Spitzenleistungen. Die Frage ist dann, wer das will? In einer „verlogenen“ Gesellschaft, in der alle Involvierten nur ihre Eigeninteressen verfolgen, lässt sich das Thema Doping im Sport kaum seriös diskutieren, geschweige denn einer wirklichen Lösung zuführen. Zu allererst muss man erkennen: Auch im Spitzensport gibt es Grenzen - erst wenn wir das akzeptieren, entstehen Möglichkeiten, das Problem der unfairen Leistungssteigerung durch Doping mit all seinen medizinischen Spätfolgen für die Betroffenen wirklich anzugehen."

Am 5.Juli um 1 Uhr MESZ werden wir es wissen: Olympia in Österreich oder gigantomanische Spiele aus der Retorte.
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